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ASO-Keyword-Recherche in 6 Schritten
Du musst nicht mit einem teuren Tool anfangen. Für die meisten kleinen Apps ergibt sich eine solide erste Liste aus Nutzersprache, Store-Vorschlägen und ein wenig Disziplin.
Projekt anfragenSchritt 1: Sammle die Sprache deiner Nutzer
Lies Rezensionen von dir und ähnlichen Apps. Achte darauf, wie Menschen ihr Problem beschreiben. Sie schreiben nicht „Vokabeltrainer mit Spaced Repetition“, sondern „Wörter lernen, die ich nicht wieder vergesse“. Genau diese Formulierungen gehören in deine Liste.
Schritt 2: Nutze die Vorschläge der Stores
Tippe deine Begriffe in die Suche von App Store und Google Play und notiere die Vorschläge. Sie zeigen, was Menschen tatsächlich eingeben. Mach das mit einem Gerät oder Account im jeweiligen Land, denn die Vorschläge unterscheiden sich pro Markt.
Schritt 3: Schau dir die Konkurrenz an
Suche jeden Begriff und schaue die ersten Ergebnisse an:
- Sind das Apps wie deine? Falls nicht, passt der Begriff vermutlich nicht.
- Stehen dort ausschließlich sehr große Marken mit riesigen Bewertungszahlen? Dann ist der Begriff vorerst außer Reichweite.
- Stehen dort auch kleine Apps mit wenigen Bewertungen? Das ist deine Chance.
Schritt 4: Bewerte in drei Fragen
| Frage | Was du prüfst |
|---|---|
| Relevanz | Bekommt jemand, der das sucht, bei dir genau das? Wenn nicht: streichen. |
| Nachfrage | Taucht der Begriff in den Vorschlägen auf? ASO-Tools und Apple Ads geben zusätzliche Hinweise. |
| Erreichbarkeit | Wie stark sind die Apps oben? Hast du eine realistische Chance? |
Relevanz geht vor. Ein großer Begriff, bei dem Nutzer nach dem Installieren enttäuscht sind, bringt schlechte Bewertungen und schadet dir doppelt.
Schritt 5: Verteile die Begriffe auf die Felder
Im App Store: Der wichtigste Begriff kommt in den Namen, der zweite in den Untertitel, die übrigen ins Keyword-Feld. Trenne mit Kommas und vermeide Dopplungen. Einzelne Wörter reichen oft, weil sich Begriffe aus den Feldern kombinieren lassen.
Bei Google Play: Der wichtigste Begriff kommt in den Titel, die nächsten in die Kurzbeschreibung und die übrigen natürlich formuliert in die Beschreibung. Reine Keyword-Listen verstoßen gegen die Richtlinien.
Die genauen Limits stehen in App Store und Google Play im Vergleich. Der Titel bleibt trotzdem zuerst ein Name: Er muss sich merken und aussprechen lassen.
Schritt 6: Messen und nachsteuern
Notiere vor jeder Änderung deine Positionen und Conversion-Raten. Ändere möglichst wenig auf einmal, sonst weißt du nicht, was gewirkt hat. App Store Connect und die Play Console zeigen, über welche Quellen Nutzer kommen. Gib einer Änderung ein paar Wochen, bevor du sie bewertest, weil Positionen schwanken.
Typische Fehler
- Nur auf das größte Wort der Kategorie zielen
- Wörtlich übersetzte Keywords verwenden
- Begriffe nutzen, die die App gar nicht einlöst
- Einmal optimieren und nie wieder hinschauen
Wenn du Unterstützung möchtest, findest du sie unter ASO mit tob-apps.
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Quellen
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